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    Der arme Mann im Tockenburg von Bräker, Ulrich

    »Obschon ich die Vorreden sonst hasse, muß ich doch ein Wörtchen zum voraus sagen, ehe ich diese Blätter, weiß noch selbst nicht mit was vor Zeug überschmiere. Was mich dazu bewogen? Eitelkeit? Freilich! - Einmal ist die Schreibsucht da. Ich möchte aus meinen Papieren, von denen ich viele mit Ekel ansehe, einen Auszug machen. Ich möchte meine Lebenstage durchwandern und das Merkwürdigste in dieser Erzählung aufbehalten. Ist's Hochmut, Eigenliebe? Freilich! Und doch müßt' ich mich sehr mißkennen, wenn ich nicht auch andere Gründe hätte.«


    Autor Bräker, Ulrich / Günther, Werner (Hrsg.)
    Verlag Reclam
    Einband Kartonierter Einband (Kt)
    Erscheinungsjahr 2010
    Seitenangabe 264 S.
    Meldetext Versandbereit innert 24 Stunden
    Ausgabekennzeichen Deutsch
    Abbildungen KART
    Masse H14.8 cm x B9.6 cm x D1.2 cm 132 g
    Reihe Reclams Universal-Bibliothek
    Kartonierter Einband (Kt)
    Versandbereit innert 24 Stunden
    978-3-15-002601-4
    Fr. 7.90

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    Über den Autor Bräker, Ulrich

    Ulrich Bräker, 22. 12. 1735 Wattwil (Kanton St. Gallen) - beerdigt ebd. 11. 9. 1798.
    B., Sohn eines armen Gebirgsbauern, wuchs ohne nennenswerte Schulbildung als Hirtenjunge auf, verdingte sich im Alter von 16 Jahren als Tagelöhner bei einem Bauern, wurde dann Salpetersieder und geriet im 20. Lebensjahr in die Hände eines Werbeof¿ziers, der ihn dem preußischen König verkaufte. Mitten in der Schlacht von Lobositz (1. 10. 1756) zu Beginn des Siebenjährigen Krieges desertierte er und kehrte in die Schweiz zurück. Hier schlug er sich und seine Familie - seit 1761 war er eher unglücklich verheiratet - zunächst als Salpetersieder, dann als Garnhändler und später als Betreiber einer kleinen Baumwollmanufaktur durch. Aus den bedrückenden Erfahrungen des Alltags fand er den Weg zur Literatur; zu den eindrücklichsten Leseerfahrungen gehörten die Werke Shakespeares, die ihn zu dem unorthodoxen Kommentar Etwas über William Shakespeares Schauspiele (1780) inspirierten. In der Tradition pietistischer Selbstbeobachtung führte er ein Tagebuch (rund 4000 S.). Daraus entstand seit 1781 die für seine Kinder bestimmte Autobiographie, die mit ihrer inneren Wahrhaftigkeit, ihrer dialekt- und bibelnahen Sprache, der Lebendigkeit des Erzählens und der direkten Wiedergabe der Lebensverhältnisse der kleinen Leute ein bedeutendes literarischen Dokument darstellt. Versuche in großen literarischen Formen - Drama, Roman - glückten dem Autodidakten nicht.


    In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

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