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Die Übertragung. Studienausgabe von Jacques Lacan

Das Seminar, Buch VIII
CHF 68.40
ISBN: 978-3-7092-0158-9
GTIN: 9783709201589
Einband: Kartonierter Einband (Kt)
Verfügbarkeit: ab Aussenlager in ca. 2 Arbeitstagen
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Dies ist keine Einführung in die Technik der Psychoanalyse, sondern eine Reflexion ihrer Grundlagen, die bis zu Platons Gastmahl zurückverfolgt werden. Was Freud als "Übertragungsliebe" behandelt, hat dort seine "Urszene", die zudem generell das Verhältnis von Philosophie und Psychoanalyse bestimmt. In Platons Gastmahl erhält der Wettbewerb um die beste Lobrede auf die Liebe eine entscheidende Wende durch die von Sokrates vorgetragene Erkenntnis, dass die Liebe nicht durch Erfüllung, sondern durch Armut gekennzeichnet ist. Die Liebe wird vom Begehren getragen, was in der Schlusssequenz geradezu performativ verdeutlicht wird: Dort geriert sich der betrunkene Alkibiades als eifersüchtiger Liebhaber des Sokrates, wird von diesem aber - der laut Lacan hier wie ein Analytiker agiert -, enttäuscht und an seinen ,wahren' Geliebten Agathon verwiesen. Was die zeitgenössische Psychoanalyse unter dem Titel "Gegenübertragung" als eine auszuräumende Störung behandelt, ist für Lacan als "Begehren des Analytikers" konstitutive Bedingung des psychoanalytischen Prozesses. Die Konfiguration des Begehrens in einer Generation zeitigt schicksalhafte Konsequenzen in den folgenden, was mit Claudels Dramen gezeigt wird.

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Dies ist keine Einführung in die Technik der Psychoanalyse, sondern eine Reflexion ihrer Grundlagen, die bis zu Platons Gastmahl zurückverfolgt werden. Was Freud als "Übertragungsliebe" behandelt, hat dort seine "Urszene", die zudem generell das Verhältnis von Philosophie und Psychoanalyse bestimmt. In Platons Gastmahl erhält der Wettbewerb um die beste Lobrede auf die Liebe eine entscheidende Wende durch die von Sokrates vorgetragene Erkenntnis, dass die Liebe nicht durch Erfüllung, sondern durch Armut gekennzeichnet ist. Die Liebe wird vom Begehren getragen, was in der Schlusssequenz geradezu performativ verdeutlicht wird: Dort geriert sich der betrunkene Alkibiades als eifersüchtiger Liebhaber des Sokrates, wird von diesem aber - der laut Lacan hier wie ein Analytiker agiert -, enttäuscht und an seinen ,wahren' Geliebten Agathon verwiesen. Was die zeitgenössische Psychoanalyse unter dem Titel "Gegenübertragung" als eine auszuräumende Störung behandelt, ist für Lacan als "Begehren des Analytikers" konstitutive Bedingung des psychoanalytischen Prozesses. Die Konfiguration des Begehrens in einer Generation zeitigt schicksalhafte Konsequenzen in den folgenden, was mit Claudels Dramen gezeigt wird.

Autor Lacan, Jacques / Engelmann, Peter (Hrsg.) / Gondek, Hans-Dieter (Übers.)
Verlag Passagen Verlag Ges.M.B.H
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2015
Seitenangabe 484 S.
Lieferstatus Libri-Titel folgt in ca. 2 Arbeitstagen
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H23.6 cm x B15.7 cm x D3.8 cm 804 g
Auflage 15002 A. 2., überarbeitete Auflage
Reihe Passagen Philosophie

Über den Autor Jacques Lacan

Jacques Lacan (1901-1981). Psychoanalyst and critical thinker.

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