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Königshausen u. Neumann

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978-3-8260-9343-2

Mit dem Violinkonzert (1990/92) zieht Ligeti die Summe seines Schaffens, indem er wesentliche Aspekte früherer Schaffensperioden in seine zu Beginn der 80er Jahre erneuerte Musiksprache einbezieht; zugleich wagt er sich weiter als je zuvor in den Bereich der Mikrotonalität vor. Der hier vorgelegte Band vereint analytische Studien - mit Fokus auf der Tonalität, rhythmischen Konzeption, gattungsgeschichtlichen Position, ästhetischen Haltung und Dramaturgie - mit Studien zum Schaffensprozess und zur kreativen Welt des Violinkonzerts, möglich geworden durch die reichhaltigen Bestände an der PSS Basel. So gewähren die verbalen Skizzen Einblicke in Ligetis kreative Welt (in Gestalt von Namen, Begriffen und Werktiteln), dokumentieren seine permanente Suche nach einer in sich stimmigen Satzfolge, seine >synästhetische< Phantasietätigkeit, formale und dramaturgische Überlegungen sowie harmonische, melodische und rhythmische Konzepte, während die Notenskizzen sein lang anhaltendes Bemühen um einen tragfähigen Einstieg in die Komposition zeigen, seine auch im Folgenden tastende Vorgehensweise und seine Gewohnheit, am Seitenrand stichwortartig vorauszuplanen. - Ein vergleichbar tiefer, exemplarischer Einblick in die Schaffensweise Ligetis und in seine kreative Welt liegt bislang nicht vor.

CHF 50.00
978-3-8260-9255-8

Wang Jingwen (Dalian / Beijing): Richard Wilhelms Übersetzung von Das Buch der Wandlungen und ihre Rezeption in Deutschland - Sun Meng (Shanghai): Kontrastive Analyse der Übersetzung von Opferritualen für die Vorfahren in vier deutschen Versionen des Shijing - Liu Ying und Chen Min (Dalian): Paratextanalyse in Kalinkes Übersetzung des Zhuangzi - Formen, Funktionen und Entstehungsursachen - Rao Qiancheng und Zhang Yun (Chongqing): Visualisieren als Übersetzungsstrategie klassischer chinesischer Gedichte - am Beispiel deutscher Übersetzungen von Gedichten Li Bais - Mo Guanghua und Zhao Xuan (Chengdu): Zur Übersetzung und Rezeption des Romans Jin Ping Mei im deutschsprachigen Raum - Li Lu (Beijing): Eine Analyse der chinesisch-deutschen Übersetzungsstrategien von religiösen Kulturspezifika im Roman Die Reise in den Westen aus der Perspektive der Skopostheorie - Zhao Leilian (Beijing): Studien zu Gao Juefus Übersetzung von Freuds Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse nach Joan Rivieres englischer Version Introductory Lectures on Psycho-Analysis - Wang Fanke, Yang Yunshuo und Katharina Quicker (Shanghai / Xiamen): Der Sinologe als Übersetzer: Der Qiao-Yi-Prozess von Mao Duns Zi Ye in Deutschland - Liu Dongyao und Ma Xinran (Beijing): (Un)übersetzbarkeit der Ästhetik der Differenz in Zhang Ailings Sammlung Das goldene Joch - Wang Xuebo und Teng Shuo (Qingdao): Eine korpusbasierte Analyse wortspielerischer Metaphern in der chinesisch-deutschen Literaturübersetzung - Tong Yuan (Shanghai): Eine Untersuchung der Übersetzungsstrategien für soziokulturell aufgeladene Wörter in der deutschen Übersetzung von Wir drei - Zhang Liang (Chongqing): Korpusbasierte Forschung zu Übersetzungsuniversalien - Am Beispiel von China regieren (Band II) - Liu Huiyu (Qingdao): Übersetzungsgeschichte von Klassikern der traditionellen chinesischen Medizin in Deutschland - Leng Hui (Beijing): Die Übersetzung der klassischen chinesischen Lyrik von Günther Debon im Spannungsfeld von Sinologie und Dichtung - Zhou Yijun und Han Wenjing (Qingdao / Frankfurt am Main) Wolfgang Kubin: Zur Sprache der literarischen Übersetzung

CHF 37.00
978-3-8260-8608-3

Vermag man in Anbetracht der intersubjektiven >Augenblicks-Indikation< der in den Zwanzigerjahren >synchron< erscheinenden kontradiktorischen Entwürfe Blochs, Rosenzweigs und Heideggers den epochal ereigneten >Kairos< zu postulieren? - Wird diese gemeinschaftliche Bezeugung des >Augenblicks< zu dem je angezielten >festen Halt< der Philosophie - das Telos, woraufhin der geschichtsphilosophische Prozess sich richtete? - Anhand der bisher unerklärten monumentalen Mauerzirkelanlage am elsässischen Odilienberg, die als hermeneutische Prozessführung wie als >organon< der Zusammenführung und Einigung der Philosophie gedeutet wird, lassen sich die Augenblicks-Philosopheme wie die Intentionalität der Philosophie im Ganzen visualisieren. Weiterhin ist im dialektischen Synthesis-Ziel der Vereinigung der Gegensätze - gespiegelt in der die Zirkelmauer durchbrechenden >Augenblicksstätte< - Kants kategoriale Trennung von Sinnlichkeit und Intelligibilität zur Koinzidenz aufgehoben, wonach ideelle und praktische Philosophie geeint zusammenfallen. Das indizierte Ereignis des >Augenblicks< bildet dergestalt den >analogischen Kairos<, dessen aufleuchtender Brennpunkt und >Nabel< - den die Fachphilosophie in ihrer zirkulären Blendung notorisch verfehlt - fortan zum >regulativen Prinzip< der Philosophie an sich avanciert.

CHF 31.00
978-3-8260-9471-2

Vom Zauber der Palindrome untersucht palindromische Strukturen aus interdisziplinärer Perspektive und vereint sprachwissenschaftliche, mathematische, naturwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Zugänge. Ausgehend von einer präzisen Begriffsbestimmung werden Vorkommen, Eigenschaften und Funktionen von Palindromen in unterschiedlichen Kontexten systematisch dargestellt - von Zahlentheorie und Genetik über Dichtung, Musik und bildende Kunst bis hin zu Philosophie und Esoterik. Ein zentrales Kapitel widmet sich der SATOR-Formel als kulturhistorisch wie formal herausragendem Beispiel. Vom Zauber der Palindrome bietet darüber hinaus methodische Ansätze zur Konstruktion und zum Nachweis von Palindromen sowie Reflexionen zu Symmetrie, Invarianz und struktureller Abstraktion. Mit seiner klaren Gliederung und seinem interdisziplinären Anspruch richtet sich das Buch an interessierte Leser:innen, die die vielfältige Bedeutung palindromischer Muster in Sprache, Natur und Kultur vertieft verstehen möchten und einen strukturierten Zugang zu diesem ungewöhnlichen, aber vielschichtigen Thema suchen.

CHF 45.00
978-3-8260-9269-5

Die Natur hat offenbar keine Schwierigkeiten, die Gravitation, den Elektromagnetismus, die starke und die schwache Wechselwirkung hervorzubringen. Im Gegensatz dazu hat die Physik große Schwierigkeiten, die "vier Grundkräfte" zu vereinen. Bislang gelingt es nicht. Die Natur müsste sich entzweien, wollte sie den Gesetzen der Physik folgen. Sind die entdeckten Kräfte und Gesetze eine Illusion? Die physikalischen Gesetze gelten den Maßen der Natur. Als Herstellerin der Massen und ihrer Bewegungen gilt die Kraft. Sie wird als Ursache der Wirkung verstanden. Für jede Art von Herstellung ist allerdings eine Arbeit notwendig. Die vier Grundkräfte sind spezifische Arbeitsweisen von besonderen Akteuren der Natur. Das Denken muss vom Maß der Arbeit zur gemessenen Arbeit vordringen. Anders ist die Natur nicht zu erkennen. Die Materie ist das Werk der Arbeit. Der Geist ist die Arbeitsweise der Arbeit. Jedes einzelne Werk setzt die Arbeit fort, und verfügt über die dazu erforderliche Arbeitsweise, über den dazu notwendigen Geist. Jedes Werk ist entweder ein fähiger Akteur, oder löst sich auf. Der Mensch bildet sich ein, den Geist allein gepachtet zu haben. Das Motiv ist, das Kommando der Arbeit zu übernehmen. Das scheitert daran, dass sich die Arbeit der Natur selbst regelt. Die ganze Arbeit macht alles, ist also die Allmacht. Wird die Allmacht auf die Allmächtigkeit reduziert, auf die Kontrolle der Arbeit, so muss die Materie alles machen, was sie zur Allmacht erhebt. Die Materie gilt aber als geistlos und gefügig. Das Konzept der Kontrolle widerspricht sich selbst.

CHF 31.00
978-3-8260-9332-6

Das mit der Liebe und anderen Dingen: Leben, Krieg & Frieden, Unglauben, Sterben. Manchmal doppeldeutige, oft leise, zärtliche, wohl auch melancholische, manchmal rebellische Gedichte über die Dinge des Lebens.
Das mit der Liebe und anderen Dingen spannt wieder einen lyrischen Faden von erlebten Begegnungen zu gedanklichen Höhenflügen und poetischen Niederungen bis hin zu den großen Fragen, die Menschen umtreiben: warum ist alles so, wie es ist?
Es geht um das große Ganze, und manchmal auch um kleine Winzigkeiten im Universum der Liebe und des Lebens.

CHF 22.00
978-3-8260-9320-3

Sprache entwirft ein Bild von der Wirklichkeit, mehr noch, sie selbst gestaltet Wirklichkeit. Ebenso hält Sprache nicht nur das Erlebte fest, sondern mit ihr werden Traum, Vorstellung, gar Phantasie erzählerisch geformt. Mit der unleugbaren Allgegenwart von Bildern drängt sich die Frage auf, ob und inwiefern Bilder zur Wahrheit verhelfen. In Auseinandersetzung mit Descartes, Fichte, Sokrates, Platon sowie mit Baumgarten zeichnen sich die Konturen einer möglichen Antwort im Lichte der Betrachtungen ab, die bezüglich dieser Frage dem indischen Denken entnehmbar sind.

CHF 24.00
978-3-8260-8127-9

Editorial - Aufsätze zum Schwerpunkt: V. Mertens: Venusberg, Sängerstreit, Büßerlegende. Die mittelalterlichen und romantischen Quellen zu Wagners Tannhäuser - E. Voss: Im Gewirr der Fassungen. Tannhäuser 1845-1860 - P. Jost: Der Pariser Tannhäuser - W. Keller: Textbücher und Einzelausgaben zum Tannhäuser - ein bibliographisches Verwirrspiel - C. Schaper: Mittelweg nach Rom? Zum historischen Ort von Wagners Tannhäuser-Ouvertüre - Gespräch - "... eine etwas verstiegene, zumindest nicht gerade lebenstüchtige Figur": Perspektiven auf Wolfram Christian Gerhaher und Dieter Borchmeyer im Gespräch mit dem Musikjournalisten Michael Stallknecht - Aufsätze - A. Stollberg: Neuralgische Ästhetik. Wagners Tristan und Isolde als "opus physiologicum - S. Vill: Episoden biografischer Narration als intertextuelle Montage in Tony Palmers Wagner-Serie - Forum - W. Keller: Donizettis Les Martyrs und Richard Wagners Lohnarbeit. Zu Egon Voss' Beitrag "Von Zeitungsartikeln, Vaudeville-Romanzen und Namensvettern. Richard Wagner in Paris 1839-1842", in: wagnerspectrum 13 (2017), Heft 2 - A. Körner: "Zu Richard Wagner schon alles gesagt"? Eine bibliographische Rückschau auf WagnerWorldWide 2013 - E. Rieger: Im Visier des späten Wagner: die Emanzipation der Juden und der Frauen. Eine Replik auf Udo Bermbach, Regeneration der Menschheit. Richard Wagners Spätschriften - Hinführung zur Lebensreformbewegung, in: wagnerspectrum 13 (2017), Heft 2 - Besprechungen / Bücher - CDs / DVDs.

CHF 23.00
978-3-8260-8789-9

In Richard Wagners »Handlung« Tristan und Isolde spielt Isolde die aufregendere Rolle, was sich vor allem an der Musik zeigt. Die figurenperspektivische Analyse fördert zutage, dass das Motiv gis-a-ais-h sowie der dazugehörige Akkord f/h/dis/gisdas Liebessehnen Isoldes repräsentieren, während das Motiv g-as-b-c mit dem ihm eigenen Akkord b/f/des/g die Liebesgefühle Tristans ausdrückt. Der sogenannte >Tristanakkord< ist also in Wirklichkeit ein >Isoldeakkord<. Davon unberührt gilt, dass mehrere Motive beiden Liebenden gemeinsam zuzuordnen sind. Wagner denkt stets von den dramatis personae her. Er ist und bleibt Dramatiker, auch wo das Handeln sich überwiegend im Inneren der Figuren abspielt.

CHF 27.00
978-3-8260-9585-6

Deux siècles après le fameux naufrage de la frégate La Méduse, l'histoire ne cesse de fasciner les écrivains, les artistes et les lecteurs. Repris par la littérature, le naufrage de la Méduse est l'histoire d'un livre incommensurable et inachevable qui se réécrit sans cesse ouvrant sur des problématiques toujours plus actuelles les unes que les autres. Les écrivains se coulent volontiers dans l'esprit des naufragés en même temps qu'ils adoptent pour certains une posture postmoderne où ils brouillent la question de la vérité et réinventent le récit des événements en l'adaptant aux grandes problématiques de leur temps ou, par simple besoin ludique, en le travestissant tout en assurant une forme de continuité avec le texte source de Savigny et Corréard. La réécriture est ici négociation permanente entre le texte référentiel et l'imagination des auteurs, entre le factuel et le désir de dépassement de ce factuel. En choisissant de suivre ou non le texte de Savigny et Corréard, en le détournant ou en se l'appropriant, les écrivains participent à la transmission d'une mémoire historique et à la régénération d'une écriture du naufrage. C'est sans doute là le sens profond de la réécriture: Les écrivains ne créent pas le naufrage de La Méduse, ils n'inventent jamais le fondement d'un personnage ou d'un épisode ex nihilo: ils peuvent broder sur l'un et l'autre aspect leurs propres variations, enrichir un portrait de traits originaux, insérer des situations nouvelles; mais le point de départ et l'intrigue générale leur ont été suggérées par le texte de Corréard et Savigny ou par le tableau de Géricault.

CHF 60.00