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    Lippen abwischen und lächeln von Goldt, Max

    Die prachtvollsten Texte 2003 bis 2014 (und einige aus den Neunzigern)
    Aus dem Buch: «Im allgemeinen bin ich recht zufrieden mit dem, was mir aufgetischt wird. Mich wundern allerdings regelmäßig Restaurant-Kritiken, in denen kaum jemals der Umstand berücksichtigt wird, daß ein hungriger Mensch nicht nur einen Mund hat, sondern auch zwei Beine. Ein guter Eßtisch hat meines Erachtens vier Beine, und zwar, ganz simpel, an jeder Ecke eines. Restauranttische haben jedoch oft nur einen Mittelsockel, welcher, indem er sich unten zu einem ausladenden Fuß weitet, den Gast die Füße nach außen zu biegen zwingt wie weiland Charlie Chaplins Tramp, wodurch es zu Durchblutungsstörungen kommen kann. Man will schon gehört haben, daß Menschen, die längere Zeit mit verdrehten, abgeknickten Füßen sitzen mußten, 'obenrum' aber mit lebhafter Konversation befaßt waren - so daß das Einschlafen der Füße unbemerkt blieb -, sich beim Aufstehen einen Fuß gebrochen haben. In nostalgischen, mit Trödel ausstaffierten Lokalen wird dem Gast bisweilen sogar zugemutet, an alten Nähmaschinen-Tischen der Firma 'Singer' Platz zu nehmen, in deren schnörkelreichem Untertischgekröse Frauen mit hohen Absätzen sich schon qualvoll verfangen haben wie ein erbeutetes Insekt im Spinnennetz.»Mehr als ein Buch, ein Maßstab! Und ein Vergnügen.
    Autor Goldt, Max
    Verlag Rowohlt Berlin
    Einband Fester Einband
    Erscheinungsjahr 2016
    Seitenangabe 512 S.
    Meldetext Versandbereit innert 48 Stunden
    Ausgabekennzeichen Deutsch
    Abbildungen 13 s/w-Abb.
    Masse H20.9 cm x B13.6 cm x D3.9 cm 590 g
    Auflage 4. A.
    Verlagsartikelnummer 20351
    Fester Einband
    Versandbereit innert 48 Stunden
    978-3-87134-177-9
    Fr. 28.70

    Über den Autor Goldt, Max

    Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er «Räusper. Comic-Skripts in Dramensatz» (2015) und «Chefinnen in bodenlangen Jeansröcken» (2014). Im Jahr 2008 erhielt er den Hugo-Ball-Preis und den Kleist-Preis.

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