Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Matthes & Seitz Verlag

Filter
Dieser Band versammelt die »Zaubersprüche« Robert Macfarlanes: Beschwörungen, Schutz- und Abwehrzauber, Segenssprüche, Wiegenlieder und Zungenbrecher, lauter verwunschene Worte, die eine Schleiereule, einen Fuchs oder ganze Wälder in unsere Wahrnehmung zu zaubern vermögen - und damit jene Wesen herbeirufen, mit denen wir, oft ohne es zu wissen, unseren Lebensraum teilen. So wird es möglich, mit Schwalben durch die Lüfte zu schießen, einer Robbe ins Meer zu folgen, mit Eulenohren zu hören und mit den Augen einer Eiche den Wald zu schauen. Und wer sich darauf einlässt, darf vielleicht sogar erleben, wie ganze Mottenschwärme aus den Seiten aufsteigen. So lehrreich wie ein Naturführer und so mitreißend wie ein Märchen, feiern die Zaubersprüche die Wunder der so nahen und uns doch so fernen Welt - und die Macht der Sprache, die diese, laut lesend oder leise murmelnd, zu beschwören weiß. Ein von Jackie Morris prachtvoll illustriertes Buch, das im handlichen Format eine unwiderstehliche Magie entfaltet.
Fr. 27.60

"Wie tritt man einen Weg in unberührten Schnee?"
Schalamows Erzählungen gehören zu den herausragendsten Leistungen der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Der Autor geht darin einer Schlüsselfrage unserer Gegenwart nach: Wie können Menschen, die über Jahrhunderte in der Tradition des Humanismus erzogen wurden, Auschwitz, Kolyma hervorbringen? Schalamow zieht den Leser der Erzählungen aus Kolyma, deren erster Zyklus in diesem Buch versammelt ist, in die Gegenwart des Lageralltags hinein, ohne Hoffnung auf einen Ausweg:
"Viele Kameraden sind gestorben. Aber etwas, das stärker ist als der Tod, ließ ihn nicht sterben. Liebe? Erbitterung? Nein. Der Mensch lebt aus denselben Gründen, aus denen ein Baum, ein Stein, ein Hund lebt."


Fr. 25.20
Gespräche und Begegnungen sind das Material, mit dem Yevgenia Belorusets in einer eindringlichen Sprache und mit fotografischem Blick das Bild eines Landes einfängt, in dem Krieg herrscht und die unverwüstliche Alltagsroutine zur Groteske verkommt. Sie heißen Swetlana, Lena oder Xenia. Sie arbeiten im Nagelstudio, plaudern im Café oder bereiten die Revolution vor. Das Leben von Belorusets ukrainischen Protagonistinnen geht seinen Gang, in den Städten wie auf dem Land. Nur selten, schemenhaft, schieben sie sich in die äußeren Winkel des vom Alltag ausgefüllten Blickfelds - die Bürgerwehren, die Soldaten, das Blut. Die Realität des seit Jahren in der Ostukraine schwelenden Kriegs sickert langsam, aber stetig in das Leben der Menschen, an dem uns Belorusets' in teils hyperrealistisch detaillierten, teils traumartigen und oft absurden Szenen teilhaben lässt. So eröffnet sich das Panorama einer Gesellschaft, die den Ausnahmezustand als Normalität akzeptiert hat. »Ein erstaunliches Meisterwerk, verfasst in einer zeitgemäßen, hochintelligenten Sprache, die die Tradition von Gogol und Charms wiederauferstehen lässt, um zu beschreiben, wie es den Frauen in der Ukraine heute ergeht.« - Eugene Ostashevsky
Fr. 22.30

Das 20. Jahrhundert war geprägt von der Welt der Massenmedien und der Massenkultur, die in Fabriken erstellt wurde. Das 21. Jahrhundert wird geprägt sein von Digitalisierung, Datennutzung und deren Folgen. Die Welt des Durchschnittsangebots, das für alle gleich ist, wird erweitert um das digitale Prinzip der Personalisierung: Inhalte entstehen nicht mehr einzig beim Hersteller und Absender, sondern werden mittels Datensammlung und -auswertung auf den Konsumenten und Empfänger zugeschnitten. Entgegen der vorschnellen Verteufelung dieser Entwicklung als Entmündigung und Überwachung beleuchtet Dirk von Gehlen Chancen des Endes des Durchschnitts und zeigt sehr konkret, wie Personalisierung, Datennutzung und Digitalisierung die Arbeit von Medizinern, Marktforschern, Fußballern und Carsharing-Anbietern verändern. Erst auf dieser Grundlage kann die entscheidende Frage zum Wandel von der Lautsprecher- zur Kopfhörerkultur gestellt werden: Wer bestimmt die Playlist?

Fr. 17.20

»Am 19. Februar 1929 wurde ich verhaftet. In diesem Tag und dieser Stunde sehe ich den Beginn meines gesellschaftlichen Lebens - die erste wahre Prüfung unter harten Bedingungen.« Warlam Schalamow ist noch keine 22 Jahre alt, entschlossen, sein Leben in den Dienst seiner politischen Ideale zu stellen, als er verhaftet wird und im Butyrka-Gefängnis anderthalb Monate in einer Einzelzelle verbringen muss. Wischera sind die von Schalamow als >Antiroman< bezeichneten Erinnerungen an seine erste Verhaftung und an das Zwangsarbeitslager am Fluss Wischera im Nordural, in dem er drei Jahre verbrachte. Es sind die >Lehrjahre< eines Schriftstellers, der wie kein anderer das stalinistische Lagersystem mit literarischen Mitteln darstellte. Neben den Erzählungen aus Kolyma belegt vor allem dieses unvollendet gebliebene autobiografische Buch seine prinzipielle Zurückweisung der Romanform nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts und seine Suche nach neuen Möglichkeiten des Prosaschreibens.


Fr. 25.20