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Irland, zu Beginn der 1980er Jahre: An einem heißen Sommertag liefert ein Vater seine kleine Tochter bei entfernten Verwandten auf einer Farm im tiefsten Wexford ab. Seine Frau ist schon wieder schwanger, noch ein Maul wird zu stopfen sein. So findet sich das Mädchen bei dem kinderlosen Ehepaar John und Edna Kinsella wieder. An einem ungewohnt schönen und behaglichen Ort, wo es Milch und Rhabarber und Zuwendung im Überfluss gibt. Aber auch ein trauriges Geheimnis, das einen Schatten auf die leuchtend leichten Tage wirft, in denen das Mädchen lernt, was Familie bedeuten kann. Das dritte Licht (»Foster«) wurde mit dem renommierten Davy Byrnes Award ausgezeichnet und in Irland als The Quiet Girl, ebenfalls preisgekrönt, verfilmt. Nun ist diese meisterhaft komponierte Geschichte über wirkliches Zusammenleben, Zuneigung und Zärtlichkeit endlich wieder in der deutschen Übersetzung von Hans-Christian Oeser bei Steidl erhältlich - in einer neuen, von der Autorin überarbeiteten Fassung.


Fr. 22.30

Hatte Lily damals mit Ignaz Zunder geschlafen? Johnny geht die Frage nicht aus dem Kopf. Und das ist nicht sein einziges Problem: Inzwischen nennen sie sich seit mehr als zwölf Jahren >Lily< und >Johnny<, aber die Namen sind gewöhnlich geworden, und so ganz ohne Augenzwinkern sind es unbefriedigende Namen für ein unglückliches Paar. Lily steckt fest in ihrer Karriere als Ärztin, Johnny empfindet sich mehr denn je als gescheiterter Künstler. Seit Jahren zusammen, scheinen die beiden nun am toten Punkt ihres Lebens angelangt und trennen sich. Erst als Lily von ihrem Hirntumor erfährt und sich gegen eine Behandlung entschließt, finden sie wieder zueinander und entdecken auf Teufel komm raus eine ganz neue Art von Lust, die aus Lilys zunehmend gefahrvollen Phantasien erwächst. Ein - im wahrsten Sinne des Wortes - liebevoller Großstadtroman mit all seinen hellen Plätzen und dunklen Ecken, der von Sinnsuche, von Lebensenttäuschung und Lebenskunst handelt und von einer sexuellen Befreiung auf Leben und Tod.

Fr. 35.60

Für das Projekt Nobelpreisträger im Portrait reist der Fotograf Peter Badge seit dem Jahr 2000 rund um den Globus. Über 400 Begegnungen verschafften ihm unvergleichliche Einblicke in die Welt derer, »die der Menschheit den größten Nutzen brachten«, wie es Alfred Nobel in seinem Testament formulierte. Dieses Buch nun ist viel mehr als das Making-of zum Langzeit-Fotoprojekt. »Geniale Begegnungen« spiegelt Persönlichkeiten, Leistungen und Leben der Laureaten aus einem einzigartigen Blickwinkel, ungewöhnlich und faszinierend. Peter Badges eindrucksvollen Erlebnisbericht verfasste Sandra Zarrinbal als mitreißenden Genre-Grenzgänger: authentisch wie ein Tagebuch, informativ wie ein populärwissenschaftliches Werk, spannend wie eine Abenteuer-Doku, berührend wie ein Entwicklungsroman, amüsant wie eine Promi-Biografie und so poetisch, wie sich Nobel selbst der Welt am allerliebsten näherte.

Fr. 39.90
Wer etwas auf sich hält in New Ross, County Wicklow, und es sich leisten kann, lässt seine Wäsche im Kloster waschen. Doch was sich dort hinter den glänzenden Fenstern und dicken Mauern ereignet, will in der Kleinstadt niemand so genau wissen. Denn es gibt Gerüchte. Dass es moralisch fragwürdige Mädchen sind, die zur Buße Schmutzflecken aus den Laken waschen. Dass sie von früh bis spät arbeiten müssen und daran zugrunde gehen. Dass ihre neugeborenen Babys ins Ausland verkauft werden. Der Kohlenhändler Billy Furlong hat kein Interesse an Klatsch und Tratsch. Es sind harte Zeiten in Irland 1985, er hat Frau und fünf Töchter zu versorgen, und die Nonnen zahlen pünktlich. Eines Morgens ist Billy zu früh dran mit seiner Auslieferung. Und macht im Kohlenschuppen des Klosters eine Entdeckung, die ihn zutiefst verstört. Er muss eine Entscheidung treffen: als Familienvater, als Christ, als Mensch. Mit wenigen Worten erschafft Claire Keegan eine ganze Welt. Auf unnachahmliche Weise erzählt Kleine Dinge wie diese von Komplizenschaft und Mitschuld, davon, wie Menschen das Grauen in ihrer Mitte ignorieren, um in ihrem Alltag fortfahren zu können - davon, dass es möglich ist, das Richtige zu tun.
Fr. 22.30

Gegenwärtig scheint die von Humboldt beschriebene »Wechselwirkung« einer ungleichen Verteilung von Macht gewichen zu sein. Im Zeitalter des Anthropozäns, in dem der Mensch die uneingeschränkte Macht über den Planeten Erde für sich beansprucht, wird »Fortschritt« vor allem auf Kosten einer Natur erzielt, die zunehmend ausblutet. Wer die Beziehungskrise zwischen Mensch und Umwelt
therapieren will, muss indes nicht nur ökonomische und politische, sondern auch kulturelle Faktoren berücksichtigen, wenn es darum geht, nach Ursachen und Lösungen für die Misere zu suchen. Denn es sind Weltbilder, Überzeugungen,
Werte und Normen - kurzum: kulturelle Prägungen -, die dazu geführt haben, dass Natur in den westlichen Industrienationen zum »ganz anderen« stilisiert werden
konnte, das zum einen romantisch überhöht, zum anderen gnadenlos ausgebeutet wird.
Doch es geht beileibe nicht nur darum, Kultur als Verursacher von Missständen und als Brandbeschleuniger zu betrachten. Vielmehr ist Kultur auch Motor der Vorstellungskraft für eine bessere Zukunft, durch den Visionen Gestalt annehmen und Szenarien erprobt werden können, wie die ökologische Krise in ein harmonischeres Verhältnis alles Lebendigen überführt werden könnte. Diesem Potenzial der Kultur ist die vorliegende Publikation gewidmet.

Fr. 12.00

Few events have become as iconic as Gery Keszler's annual Life Ball-for all not to forget that AIDS is still present. From Bill Clinton to Whoopi Goldberg, from Naomi Campbell to Elton John, the worlds of politics and fashion unite at amfAR's (the American Foundation for AIDS Research) gala in Vienna, designed each year by a different artist and now one of the most coveted events in Europe. The spectacle invariably turns into an all-night party with several thousand donors dressed in the most stunning and outrageous costumes. This book is Michel Comte's portrait of the glamour and grit of the Life Ball. Comte remembers: "My first journey started in New York. We all boarded a large chartered Airbus. Wherever I looked, there was somebody I knew, had read about or was interested in meeting. The experience onboard reminded me of a sixties rock-'n'-roll charter. People were frolicking through the aisles with glasses of champagne. In Vienna my assistants and I started working early afternoon before the legendary event began. Everyone was creating something special; chaos later turned into the most surreal experience. From the dazzling black-tie dinner to the fashion show, the performances and the late-night party, it all seemed like a crazy mid-summer night's dream. Here is our story."

Fr. 77.60

Federico Fellini war einer der bedeutendsten Regisseure des 20. Jahrhunderts. Mit Produktionen wie La Dolce Vita, Amarcord oder Die Stadt der Frauen schrieb er Filmgeschichte. Bei der Konzeption seiner Filme war die Zeichnung ein unverzichtbares Arbeitsmittel: »Ebenso wie das Drehbuch die verbale Phase bei der Herstellung eines Films darstellt, kommt es oft vor, dass ich während der Vorbe- reitungszeit Entwürfe und Figuren zeichne, weil ich eine Szenerie, eine Rolle, das Kostüm einer bestimmten Figur oder eine Stimmung festhalten und visuell klarstellen möchte« (Federico Fellini, 1973). Manche Zeichnungen sind minutiös ausgearbeitet, andere rasch aufs Papier geworfen und mit schriftlichen Erläuterungen versehen. Seine künstlerische Handschrift entwickelte Fellini bereits als junger Mann, der Urlauber am Strand von Rimini ebenso karikierte wie amerikanische Soldaten in Rom. Der Katalog präsentiert rund 200 Zeichnungen Fellinis im Zusammenspiel mit Filmstills, Aufnahmen vom Set und Auszügen aus seinen Drehbüchern. So wird unmittelbar anschaulich, welch besondere Rolle das Zeichnen im kreativen Schaffensprozess des Regisseurs spielte.

Fr. 30.30