'DER MORD' - Wurmdoblers penetrantes Werben um die Zenzi war inzwischen ein ständiger Handlungsbestandteil geworden. Er wollte sie ums Verrecken heiraten, sie aber nicht ihn.
Nicht dass sie ihn nicht mochte, sie zierte sich nur und änderte ständig ihre Meinung. Anlass für viele grotesk motivierte, verzinkte weitere Heiratsversuche des Wurmdobler Tonerl.
Einen ersten Höhepunkt des Dauerwerbens brachte Folge No. 7, 'Der Mord, ein trauriges Drama'. Die Zenzi ist hier ganz besonders beeinflussbar für mystische Hintergründe und Ereignisse, weil sie grad dem Kartenlegen frönt. Der Amischlager auf bayrisch war 'Shorty George' aus dem Rita-Hayworth-Film 'Es tanzt die Göttin'. Gesangssolistin war
abermals Liselotte Hösel.
DAS WELLENFIEBER (Erstsendung 7.5.50)
Im Funk und bei seinen verwirrten Hörern war ein Wellenfieber ausgebrochen, eine Art Panik. - Wie sich das äußerte? Nun - Manche Rundfunmkwellen haben nur kurze, und andere große Reichweiten. Daß zum Beispiel München jahrzehntelang auf Mittelwelle 405 Meter in ganz Europa, bis Nordafrika zu hören war, ärgerte die Siegermächte. Sie nahmen uns in Kopenhagen auf einer Wellenkonferenz mit Neutralen und Unbeteiligten einfach die guten Frequenzen weg. Unserem zerbombten Land - dem Radio d a s Informations- und Unterhaltungsmedium war, weil die meisten Theater und Kinos noch immer in Trümmern lagen und die Zeitungen infolge Papiermangels dünn waren. Nun auch noch ein kratziger und störanfälliger Radioempfang? - das ärgerte uns. Der gutmütige Komponist und Schriftsteller Ludwig Kusche, ein Urgestein unter Münchens Rundfunkkünstlern, verfaßte vor Zorn sogar eine groteske Brummlg'schicht.
Man wußte damals noch nicht, daß unsere Ingenieure schon an einer Wunderwelle arbeiteten, die uns aus dem Schlamassel helfen konnte: dem Ultra-Kurz-Wellen-Bereich, der kaum störungsanfällig und ungeahnt leistungsfähig war. Hatten Mittelwellen trotz riesiger stromfressender Sendeturmanlagen nie leise Töne eines Orchesters oder Geräusche in einem Hörspiel klar übertragen können. UKW Sender konnten es, wie heute Jeder weiß. Ihr einziger Nachteil war, daß sie nur in Sichtweite senden konnten, weil die UK-Wellen sich, wie das Licht, stangengrad verbreiten und nicht über Berge kriechen können. Dem begegneten die Techniker, indem sie mehrere kleine Sendeanlagen auf Berggipfeln für das selbe Programm aufstellten. UKW Sender paßten in zimmergroße Räume und waren viel billiger als Großanlagen.
Der Welt erster UKW Rundfunksender und nahm in München Ende Februar 49 den Betrieb auf. Damit begann eine neue Radio-Epoche. Heute sendet alle Welt auf UKW. Die Radioindustrie erwachte jäh, und baute neue Empfänger, die nun 'Reciever' hießen. UKW ermöglichte Neues, wie Stereo, Spartenprogramme, Autoradios, etc. und förderte das Fernsehen. Lauter Fortschritte, nur weil man uns die Mittelwelle nahm. Es hat eben alles auch sein Gutes.
Der Gastarbeiter
Die Vermählung
Mädchen, wenn es Abend wird
Punkt um
Tandaradei
Der Traum
Berliner Tempo
Wann sagt man's endlich
Der Duft nach dem Regen
Ich bin ein Zwerg
Quand on 'na pas
Leben lassen
In Paulchen's Pinte nebenan
Der Air Bus
Die goldene Wolke
Das Lachen
Schade, daß Sie gekommen sind
Warten
Der Mai
Der Käfig
Haben wir eigentlich alles falsch gemacht
Mensch
Nehm's Sie'n Alten
Der Kritiker
Der Vampir von Sevilla
'DIE FASCHINGSNACHT' - Ende Januar '48 konnten Lang und Gallauner zeigen, dass sie das Schwerste, was einem Schauspieler abverlangt werden kann, meisterhaft beherrschten, nämlich glaubhaft Betrunkene zu spielen. Zenzi will diesmal Schauspielerin werden. Sie besteht darauf, Herrn Brumml die 'Jungfrau von Orleans' vorzusprechen.
Olf hatte dabei eine erfolgreiche Szene der Gallauner aus dem 'Bunten Würfel' in kleinen Teilen übernommen. Auch das abschließende Chanson ''Es wär so schön, wenn i schön wär" von Fred Rauch war dort eine ihrer Erfolgsnummern gewesen. Das Publikum, darunter abermals Oberbürgermeister Scharnagl, waren bei den Aufnahmen höchst amüsiert. In der musikalischen Umrahmung kam diesmal als besondere Musikgaudi Glenn Millers 'In the mood', sowie 'Cocktails for two' als Imitation des Grotesk-Orchesters von Spike Jones dran. Natürlich mit bayrischem Text. Gesungen von den Isarspatzen. Von nun an kam zu denen in jeder Folge noch ein damals bekannter, prominenter Gesangssolist. Zunächst - Lieselotte Hösel, - dann die King-Kols, später - Gitta Lind, u.a..