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Böhlau, Köln

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Kaum ein Konzept hat in den letzten Jahrzehnten eine solche Karriere in der ­Geschichtswissenschaft gemacht wie das der 'kollektiven Gedächtnisse'. Setzt man noch das Adjektiv 'jüdisch' hinzu, scheint der Academic Community wie auch der Öffentlichkeit völlig klar zu sein, was gemeint ist: Juden agieren kollektiv-­gedächtnishaft. Gleichzeitig lehnen die Protagonisten des kollektiven Gedächt­nisses einen Kollektivblick auf eine Gemeinschaft vehement ab, alles müsse hoch differenziert sein - außer beim kollektiven jüdischen Gedächtnis? Das Buch unter­nimmt, ausgehend von der Geschichte eines jüdischen Freundeskreises in Zürich (das 'Pack'), eine Reise durch die Welt der Oral History, Identitätssuchen und kollektiven Gedächtnisse. Dabei wird nicht nur das Konzept 'kollektives Gedächtnis' in Frage gestellt, sondern auch ein aus Erinnerungsforschung und Epigenetik ­generiertes Gegenmodell entworfen.

Fr. 70.20

Der Band versammelt Aufsätze des Autors, darunter auch bisher unveröffentlichte Texte. Sie kreisen alle um den theoretischen Ansatz, die Geschichte von einzelnen Menschen und ihrer Lebenswelt her zu er­schließen. Heiko Haumann geht es darum, den Begriff der Lebenswelt neu zu fassen und daraus Überlegungen zu methodischen Verfahren abzuleiten, die Alltags- und Sozialgeschichte miteinander verbinden und eine mehr­perspektivische Sichtweise ermöglichen. Insbesondere thematisiert er dabei den Umgang mit Erinnerungen in Selbstzeugnissen - Autobiographien und Interviews - sowie mit Fotographien als Quellen. Die Fruchtbarkeit seines Zuganges zeigt sich an beispielhaften Arbeiten zur Regionalgeschichte, zur Geschichte Russlands und der Sowjetunion, zur Geschichte und Kultur der Juden sowie zur Bedeutung der Geschichte in der öffentlichen ­Auseinandersetzung.


Fr. 86.80