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Edition Braus

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Die Künstlerin Birthe Blauth räumt anlässlich der documenta 2022 die Kirche am Friedrichplatz leer und verwandelt sie durch eine sich über Innenraum und Seitenhöfe erstreckende, täuschend echt aussehende Kunstrasenfläche in einen Paradiesgarten. In der Mitte steht eine große Feuerschale voll echter Perlen, Symbole für die Seele. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, eine Reise in diesen Paradiesgarten zu unternehmen. Im Buch wird die Verwandlung des Raums in zahlreichen Fotografien festgehalten. Die Texte veranschaulichen die Beziehung zwischen Installation und Kirchenarchitektur und erläutern die Herkunft und Bedeutung der verwendeten Symbole. »Poem of Pearls« ist kein Paradies aus alter Zeit, sondern ein zutiefst modernes, inmitten unserer Gegenwart.

Fr. 23.10

Feinstes Porzellan, in Kobaltblau und mit Goldrand, handgemalte Dekore - die Tradition von Weimar-Porzellan aus Thüringen reicht zurück bis in die Goethe-Zeit. Nach mehreren Verkäufen ruht seit Ende 2018 die Produktion. Susanne Katzenberg hat die verlassene Fabrik umfassend dokumentiert und kombiniert ihre Fotografien mit historischen Aufnahmen und Dekorzeichnungen, welche die Erinnerung an das Traditionsunternehmen wachhalten.
Die Arbeitsplätze auf dem verlassenen Werksgelände wirken, als könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Handwerk jederzeit wieder aufnehmen.
In Interviews kommen u.a. Designer, Keramiker und eine Porzellanmalerin zu Wort und vermitteln Einsichten in eine versunkene Welt, deren Erhalt unbedingt wünschenswert wäre.
Beim Erinnern allein bleibt es nicht: Die Vase "Tini" aus dem Formenbestand der Weimar-Porzellan wird in Thüringen vom Projekt UNVERLOREN reproduziert - so lebt die Tradition der Weimarer Manufaktur fort.
Dem Buch liegt ein Poster bei.

Fr. 32.40

"... und der Strand ist meine große Geliebte" - diese Liebeserklärung des Malers Otto Niemeyer-Holstein an die Insel Usedom wird jeder nachvollziehen können, der das Glück hat, länger als nur einen Sommerurlaub zwischen Meer und Achterwasser zu verbringen. Die überwältigende Landschaft, das Licht und immer wieder das Meer in seiner nicht zu fassenden Weite ziehen jährlich Hunderttausende an.
Von Wolgast führt der Weg über die blaue Brücke hoch zur Peenemündung und von da aus über die ganze Insel, in die Seebäder und die stillen Orte im Hinterland, die sich so gar nicht um das sommerliche Getümmel zu scheren scheinen.
Die Bilder des Usedomer Fotografen Matthias Gründling fangen den Zauber dieser Landschaft zu jeder Jahreszeit auf ganz besondere Weise ein und führen den Betrachter auch an Orte, die bisher im Verborgenen blieben.

Fr. 22.30

Auf der Suche nach der Seele Berlins dokumentiert der Fotograf Alexander Steffen die rasant fortschreitenden Veränderungen im städtischen Raum. Er fotografiert vom Verschwinden bedrohte Orte wie Brachflächen, Brandmauern und Ladengeschäfte sowie temporäre Zeugnisse der Zeit wie Schriften, Graffitis und Plakatwände. Die flüchtigen Sehenswürdigkeiten, die er in seinen Bildern festhält, könnten schon morgen für immer verloren sein.

In Berlin, wie in vielen Großstädten, werden die Folgen der Gentrifizierung immer deutlicher sichtbar: Mieten- und Grundstückspreise explodieren, kleine familiengeführte Läden verschwinden aus dem Stadtbild, die Sub- und Kiezkultur verliert ihre Freiräume, auf Freiflächen entstehen seelenlose Großbauprojekte. Die Vielfalt und das besondere Lebensgefühl, das Berlin lange charakterisiert hat, bleiben zunehmend auf der Strecke.

Die Fotografien wecken Erinnerungen an ein Berlin, das im Begriff ist, vollständig zu verschwinden - und sind doch weit mehr als eine wehmütige Rückschau. Denn Alexander Steffen berührt mit seinem Projekt Vanishing Berlin Themen, die aktueller nicht sein könnten: Wem gehört die Stadt? Wie kann dem Ausverkauf und der Verdrängung Einhalt geboten werden? Welche Perspektiven gibt es für eine Stadtentwicklung, die das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen würde?

Fr. 32.40