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März Verlag GmbH

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Als MÄRZ 2023 mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet wurde, war klar, dass wir uns von dem Preisgeld einen Band leisten wollen, in dem wir unsere Lieblingsverleger:innen erzählen lassen, was sie dazu bewogen hat, sich auf das Wagnis eines Buchverlags einzulassen. Die Gründe, die die hier versammelten sieben Verleger:innen nennen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Von den 1970er-Jahren bis heute wird deutlich, wie viel Leidenschaft hierzu notwendig ist.

CHF 25.10

Beißende Gerüche, starrende Stühle und leise Lakenworte sind die stummen Zeugen einer Gewalt, für die Laura Leupis Buch eine Sprache sucht. Doch nicht nur die erlebte Gewalt will beschrieben werden, auch die Folgen, die Dissoziation, der Verlust des Vertrauens in die Welt. Wie verändert sich die Wahrnehmung des Zuhauses, wenn eine Person in diesem vermeintlichen »Safe Space« sexualisierte Gewalt erfährt? Wie können wir über Vergewaltigung sprechen, wenn wir selbst das Wort nicht unbefangen aussprechen können? >Das Alphabet der sexualisierten Gewalt< ist eine autofiktionale Spurensuche. Es versammelt Begriffe, fantastische Geschichten und politische Zaubersprüche, die als Ausgangspunkt dienen, um über sexualisierte Gewalt und ihre Auswirkungen nachzudenken. Es ist ein Versuch, der prekären Erinnerung ein Gefäß zu geben - und an eine selbstbestimmte Zukunft zu denken.

CHF 25.10

Andrew McMillans rohe und eindringliche Gedichte sind Hymnen an den männlichen Körper - an männliche Freundschaft und männliche Liebe: muskulös, intim, schockierend und tief bewegend. Wir werden Zeuge einer fast religiösen Feier des verwundbaren Körpers, der begehrt, liebt, unterdrückt und geschlagen wird. In einer außergewöhnlichen Mischung aus Alltagssprache, Aufgeschnapptem und sehniger, metaphysischer, musikalischer Sprache, die alle Tempi variiert, zerlegt McMillans Lyrik vor unseren Augen, was es heißt, ein Mann zu sein, wobei nicht zuletzt die Idee der Männlichkeit selbst infrage gestellt wird. So entsteht eine Poesie, in der jede Verbindung zu einem heiligen Denkmal wird, denn jede Beziehung, jeder Mensch ist es wert, verehrt zu werden. Auf konventionelle Interpunktion verzichtet McMillan. Stattdessen orientiert sich der Rhythmus am Atem desjenigen, der diese Gedichte liest. Denn dazu laden fast alle dieser Stücke ein: sie laut zu lesen, für sich selbst und für andere. All das verleiht diesem Werk ein außergewöhnliches Gefühl von Lebendigkeit und Präsenz.

CHF 31.95

Seit Jahren ist László Carassin erfolglos. Noch nie hat er mit seinen Gedichten Geld verdient, doch dann wird er mit dem Sparkassen-Kunstpreis ausgezeichnet. Als die Preisverleihung im Wolfsburger Ritz-Carlton zur Farce gerät, beschließt László, noch am selben Abend sein altes Leben an den Nagel zu hängen und mit den 7.500 Euro Preisgeld in großem Stil neu anzufangen. Was folgt, ist eine nicht enden wollende Reise, eine Suche nach Identitäten und Lebensentwürfen, die nur eines gemeinsam haben: ihr verlässliches Scheitern. László versucht sich als Kapitalist an der bulgarischen Riviera, als Frührentner am Balaton, als Großkünstler in Nikosia und als bedingungslos Liebender in Odessa. Schließlich ist das Preisgeld aufgebraucht, alle Pläne liegen in Schutt und Asche. Mit László Carassin schenkt Michel Decar uns eine der mitreißendsten literarischen Figuren seit Holden Caulfield. Endlich leidet, liebt, lungert und lustwandelt wieder jemand bis zum bittersüßen Ende - und mit einem unbedingten Glauben ans Leben. »Gut, Amalfi ist das hier nicht, sagte Onkel Bernát, vielleicht auch nicht Antibes. Und wenn schon! Wer braucht schon Antibes? Schmeckt das Leitungswasser da vielleicht besser? Strahlen die Sterne in Antibes heller? Wohl kaum!«

CHF 28.70