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StudienVerlag

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Eine Vielzahl an subjektiven Ausprägungsformen sprachlicher, sozialer, ökonomischer und biografischer Erlebnisse und Erfahrungen beeinflusst den Einzelnen und dessen Identität. Was bedeutet aber eine solche Erkenntnis für den Deutschunterricht, der sich lange Zeit als hegemonialer Muttersprachenunterricht verstanden hat und dem in der heutigen bildungspolitischen Debatte erneut eine exponierte Position in Bezug auf das zielsprachliche Lernen zugewiesen wird? Um diese Frage zu beantworten, werden in diesem Buch bewusst unterschiedliche Herangehensweisen und Perspektiven gewählt, um die Bedeutung und Funktion von Sprachen für die Identitätsbildung darzustellen. Auch der Blick über den eigenen Tellerrand darf folglich nicht ausbleiben, weshalb neben deutschdidaktischen Fragestellungen Überlegungen zu Deutsch als Zweit- und Fremdsprache sowie Ansätze aus der anglistischen Fremdsprachendidaktik vorgestellt werden.

CHF 19.00

Jedes Werk in deutscher Sprache als "deutsche Literatur" zu bezeichnen, ist kultur- und literarhistorisch keineswegs haltbar. Die Geschichte eines Landes sowie dessen politische und kulturelle Eigenart schlagen sich in entscheidendem Maße auch in seiner Literatur nieder. Nicht anders verhält es sich mit der österreichischen Literatur. Oder um es mit den Worten Ingeborg Bachmanns zu formulieren, "Dichter wie Grillparzer und Hofmannsthal, Rilke und Robert Musil hätten nie Deutsche sein können."

Beginnend mit den ersten deutlichen Äußerungen eines Österreich-Begriffes als staatspolitisches Konzept im 17. Jahrhundert bis herauf in die Gegenwart, liegt mit diesem Werk erstmals - in dieser literatursoziologisch fundierten Art - eine umfassende Geschichte der österreichischen Literatur vor. Für den interessierten Laien ebenso wie für Fachleute aus der Wissenschaft gut lesbar aufbereitet, erfassen Klaus Zeyringer und Helmut Gollner Formen, Strukturen, Funktionen und Evolutionen des literarischen Lebens in Wechselbeziehung zu gesellschaftlichen Realitäten im Österreich der letzten 350 Jahre und geben erhellende Einblicke in die anerkannt wichtigen wie auch in weniger bekannte Werke - so spannend und aufschlussreich kann Literaturgeschichte sein.



"Man kann in diesem Buch nachschlagen, man bereut aber auch nicht, es vom Anfang bis zum Ende gelesen zu haben. Mit analytischer Schärfe und Freude am Erzählen zeichnen Klaus Zeyringer und Helmut Gollner, zwei der besten Kenner der Materie, die lange und komplexe Geschichte der Literatur des österreichischen Kulturraums nach. So vieles, das es wert wäre, gekannt und gelesen zu werden, wurde vom norddeutsch-preußisch geprägten Kanon ignoriert und in die Vergessenheit gedrängt; hier findet man es. Eine erstaunliche Leistung und ein zukünftiges Standardwerk."
Daniel Kehlmann

CHF 34.00

Mehr als zehntausend Kinder und Jugendliche waren bis in die 1990er Jahre einer machtvollen Fürsorgeerziehung in Tirol und Vorarlberg ausgeliefert. In Erziehungsheimen der Länder und katholischer Orden erlitten viele von ihnen psychische, körperliche oder sexualisierte Gewalt. Betroffen waren vor allem Mädchen und Buben sozial benachteiligter Familien. Dem Anspruch nach hätten diese Kinder vor unzulänglicher Versorgung und unzureichender Erziehung zu Hause bewahrt werden sollen, doch die öffentliche Ersatzerziehung erwies sich für die allermeisten als schwerwiegender. Betroffene leiden unter lange nachwirkenden Folgen.
Ein engagiertes AutorInnenteam der Universität Innsbruck beschreibt diese Anstaltserziehung und das umfassende Fürsorgeregime - mit seinen Wurzeln um 1900 und in der Zeit des Nationalsozialismus - als ein Zusammenwirken mehrerer Kräfte: der Jugendfürsorgepolitik und des Fürsorgeapparats, der frühen Kinderpsychiatrie und Heilpädagogik.
Zahlreiche erstmals benützte Quellen und bisher unveröffentlichte Fotos und Materialien zeugen vom Ausmaß des Gewaltsystems in den vier Landesheimen der Region: am Jagdberg, in Kramsach-Mariatal, Kleinvolderberg und St. Martin. Sie zeigen aber auch den öffentlichen Protest von Betroffenen und sozialen Akteuren seit den 1970er Jahren. Als ZeitzeugInnen dokumentieren ehemalige HeimbewohnerInnen aus drei Generationen vielstimmig ihre Erfahrungen.

CHF 19.00

Der 10. Band des vom Jüdischen Museum Wien herausgegebenen "Wiener Jahrbuchs für Jüdische Geschichte, Kultur und Museumswesen" ist im Zusammenhang mit der neuen permanenten Ausstellung entstanden, die im November 2013 eröffnet wurde. Dieser Band zeichnet die begleitenden Reflexionen zur Konzeption der neuen Dauerausstellung nach und gibt Einblick in die Kommunikation mit zwei Gruppen, die für die Arbeit am Museum von immanenter Bedeutung sind: zum einen die BesucherInnen des Museums, die sich aus unterschiedlicher Motivation und mit verschiedenem Hintergrund für einen Besuch im Jüdischen Museum Wien entscheiden, zum anderen die WissenschaftlerInnen und AutorInnen, die in ihren Disziplinen und Themen immer wieder auch jene Felder durchdenken, die von jüdischen Museen thematisiert und "ausgestellt" werden.
Die Interviews mit Philipp Blom, Dan Diner, Maximilian Gottschlich, Albert Lichtblau, Eva Menasse, Oliver Rathkolb, Barbara Staudinger und Ruth Wodak führten Museums-Direktorin Danielle Spera und Chefkurator Werner Hanak-Lettner in der Vorbereitungszeit zur neuen permanenten Ausstellung.
Erstmals erscheint ein Band aus dieser Reihe zweisprachig (Deutsch/Englisch).

CHF 23.00
Das Fruhwerk des Wiener Autors Hermann Broch ist nicht denkbar ohne den Kontakt zu Ludwig von Ficker, dem Herausgeber der Innsbrucker Kunst- und Kulturzeitschrift Der Brenner (1910-1954). Ficker bot Broch in den Jahren 1912/13 eine Publikationsmoglichkeit fur seine ersten Essays und fur ein Gedicht. Die Einzeluntersuchungen und berblicksdarstellungen in diesem Sammelband gehen der Frage nach, wie sich die Mitarbeit Brochs am Brenner auf seine weitere literarische und philosophische Produktion ausgewirkt hat. Die Aufmerksamkeit gilt der ethisch motivierten Kulturkritik und der modern ausgerichteten sthetik. Die Einzelstudien weisen Spuren nach, die das Denken Soeren Kierkegaards (im Brenner durch Theodor Haecker vermittelt) bei Broch hinterlassen hat, beschftigen sich mit Brochs frher Thomas-Mann-Lektre (Der Tod in Venedig) und weisen den lang nachwirkenden Einfluss von Karl Kraus nach. Zu erwhnen ist auch das zwiespltige Verhltnis zu Carl Dallago, seinerzeit einer der wichtigsten Beitrger zum Brenner. Durch Fickers Zeitschrift lernte Broch auch das Werk von Theodor Haecker kennen, dessen Buch Vergil, Vater des Abendlandes spter einen wichtigen Ansto gab zu Brochs Beginn seines Vergil-Romans. 1937 stellte Broch den lange unterbrochenen Kontakt zu Ludwig von Ficker erneut her. Damals schrieb er die politische, gegen Menschenrechtsverste totalitrer Staaten gerichtete Vlkerbund-Resolution, der ebenfalls ein Aufsatz gewidmet ist. Dieser Sammelband trgt dazu bei, eine Forschungslcke sowohl der Broch- als auch der Brenner-Forschung zu schlieen; einmal mehr zeigt sich die berregionale Bedeutung von Fickers Zeitschrift fr die Literatur- und Kulturgeschichtsschreibung der ersten Hlfte des 20. Jahrhunderts.
CHF 21.00

Was können wir heute aus Franz Jägerstätters Geschichte lernen?
Diese zentrale Frage steht im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes, der dazu einlädt, sich mit den pädagogischen Potenzialen sowie den Herausforderungen bei der Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten von Franz und Franziska Jägerstätter zu Beschäftigen. Auf drei Ebenen - Konzepte, Diskurse und Umsetzungen - wird dieser Fragestellung nachgespürt. Neben der Ausarbeitung einer Jägerstätter-Pädagogik liefern vertiefende Fachbeiträge aus existenzanalytischer, geschlechtergeschichtlicher, religionspädagogischer und moraltheologischer Perspektive neue Impulse für die schulische und außerschulische Bildung. Eine praxisnahe Didaktik verknüpft die theoretischen Überlegungen mit konkreten Vermittlungsvorschlägen und Lerninhalten.

CHF 23.00

Dieses Buch stellt die historischen, theoretischen und praktischen Grundlagen des Daltonplans und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten dar. Dabei bezieht die völlig überarbeitete und aktualisierte Fassung Berichte aus der gegenwärtigen Praxis in den Niederlanden, Österreich und Deutschland ein.
So erschließt der Band allen reformpädagogisch Interessierten - Wissenschaftlern, Studierenden, Lehrkräften - einen ebenso theoretisch fundierten wie praktisch hilfreichen Zugang zum innovativen Potential der Daltonpraxis.

CHF 13.00